Die Amstetten Falcons haben sich am Sonntag in Hitchcock-Manier aus dem Titelrennen der OÖ Landesliga verabschiedet. Die Basketballer aus dem Mostviertel mussten sich den UBBC Lions Enns Black Panthers im zweiten Spiel der Viertelfinal-Serie zu Hause mit 68:69 (40:36) geschlagen geben. Die Falcons waren vor knapp 300 Zuschauern in der Johann Pölz Halle dem Sieg nahe, am Ende zogen die Ennser aber in einer packenden Partie mit nicht weniger als 17 Führungswechseln ins Halbfinale ein.
„Die Fans waren fantastisch, das war Werbung für den Basketball“, meinte Falcons-Coach und Clubchef Harald Katzengruber. Die vielen Kinder in der Halle hätten das Grundkonzept des Vereins widergespiegelt: eine große Breite in der Nachwuchsarbeit als Basis für die Leistungsambitionen mit dem A-Team. „Ich bin extrem stolz auf das, was da heute gelaufen ist, auch wenn wir um einen Punkt verloren haben und nicht mehr Landesmeister werden können.“
Starke Leistung unbelohnt
Die Falcons waren deutlich näher dran als in Spiel eins, das sie in Enns noch mit 63:84 verloren hatten. „Wir haben vieles von dem, was wir uns vorgenommen haben, umgesetzt. Wir haben es teilweise selbst in der Hand gehabt“, meinte Katzengruber. Allerdings ließ sein Team mehrere Chancen ungenutzt. Etwa fanden nur 12 von 27 Freiwürfen ihr Ziel. Dazu landete der eine oder andere Rebound vermeidbarerweise beim Gegner. Katzengruber: „Es waren einige Kleinigkeiten, und auch die Schiedsrichter haben nicht wirklich mitgeholfen.“
In der umkämpften Schlussminute blieben die erhofften Foulpfiffe aus. Liga-Topscorer Martin Rosario erzielte drei Sekunden vor dem Ende nach einer zumindest grenzwertigen Offensivaktion den entscheidenden Korb für die Gäste. Auf der Gegenseite fand ein schwieriger Wurf von Stefan Kerschbaummayr sein Ziel nicht mehr. Kerschbaummayr war im zweiten Spiel nach seiner langen Verletzungspause mit 21 Punkten Topscorer der Falcons. Center Joachim Leonhartsberger kam auf 20 Zähler, 13 davon vor der Pause.
Saisonziele weitgehend erreicht
Für die Falcons geht es nun in der Platzierungsrunde um die Plätze 5 bis 8 weiter. Drei Partien stehen dort noch auf dem Programm, zwei davon in Amstetten. Katzengruber will bereits den einen oder anderen Punkt für die kommende Saison testen. „Es war erst das dritte Spiel, das wir mit dem kompletten Kader gehabt haben“, erinnerte der Chefcoach. Dennoch habe man die gesteckten Saisonziele – den Klassenerhalt und einen Top-5-Rang im Grunddurchgang – erreicht. „Da muss man auch ein bisschen Zufriedenheit haben“, meinte Katzengruber.
Die Planungen für die kommende Spielzeit laufen bereits. „Wir haben in der U23 einige sehr vielversprechende Talente, die wir in die Landesliga-Mannschaft integrieren könnten“, erklärte Katzengruber. Das Potenzial sei da, erneut unter den besten vier bis fünf Teams der dritthöchsten Spielklasse mitzumischen. „Man muss honorieren: Der Gegner war gut, aber uns fehlt nicht viel. Vielleicht schaffen wir es das nächste Mal, dass wir einen Schritt weiter kommen.“ Der sechsfache Landesmeister aus Amstetten stand zuletzt 2019 im Halbfinale.
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OÖ Basketball-Landesliga, Viertelfinale („best of three”), 2. Spiel: Amstetten Falcons – UBBC Lions Enns Black Panthers 68:69 (40:36). Endstand der Serie: 0:2
Falcons-Scorer: Kerschbaummayr 21, Leonhartsberger 20, Marevac 9, Sturm 8, Bartolucci 4, Kertakov 3, Haselmayer 2, Zuser 1, Bremböck, Halbartschlager, Thoma
Die Falcons bedanken sich bei ihrem langjährigen treuen Freund und Unterstützer Andreas Griessenberger, dem Geschäftsführer der Firma GAP GmbH – Metallverarbeitung und Handel in Amstetten, für die Übernahme der Matchpatronanz und die fachmännische Durchführung des Ehrenaufwurfes.
