Kategorie: Landesliga

Herz eines Champions

LANDESLIGA, oberes Play-Off/ Am Freitagabend traten die Union Citycenter Amtstetten Falcons ihr letztes Saisonspiel an. Die Steirer hatten sich nämlich mit einem Sieg gegen Vorchdorf bereits in der Vorwoche fix ins Halbfinale gespielt. Doch die Falken rund um Coach Bremböck waren nicht bereit, die Saison mit einer Niederlage zu beenden.

Sportunion citycenter Amstetten Falcons – BBC McDonald’s Iron Scorps Steyr – 90 : 52 (21:18, 51:28, 67:41)

Die Ausgangslage war eine bittere. Zwar würden die Falcs mit einem Heimsieg punktgleich mit Steyr und Gmunden stehen, in der Dreier-Tabelle zwischen den Teams ging aber das direkte Duell knapp verloren. Die Chance auf die Titelverteidigung war somit vertan. Dennoch waren die Falken gewillt, ihre Saison mit einer positiven Note zu beenden. Ein besonderer Wermutstropfen dabei war, dass es sich um das vorerst letzte Spiel von Samuel Alkin im Falcons-Dress  handelte. Der Aufbauspieler, der damals schon als U14-Talent in die Reihen der Falcs stieß, wird aus beruflichen bzw. Studiums-Gründen das Team verlassen. Nicht nur ihm, sondern auch den zahlreich erschienen Fans wollte man einen Sieg schenken.

Doch auch die Steyrer waren gekommen, um zu spielen. Sie erwischen mit Hilfe ihres flinken Inside-Spielers Didovic den besseren Start und gehen früh in Führung. Hier plagen die Falcs vor allem Abstimmungsfehler in der Verteidigung und mangelnde Konsequenz im Abschluss. Coach Bremböck zieht deswegen früh die Reißleine und nimmt beim Stand von 3 : 8 eine schnelle Auszeit. Jetzt laufen die Spielzüge besser und man forciert das Inside-Spiel auf den britischen Panzer – Jürgen Brandner – der an diesem Tag nicht gerade zum Tee trinken aufgelegt war. Die Oberösterreicher geraten beim Versuch ihn zu stoppen schnell in Foul-Probleme. Als sie dann einen zweiten Verteidiger schicken, findet Brandner den freien Mitspieler. Wie so oft ist es Samuel „Expecto Patronum“ Alkin, der seine Treffsicherheit aus der Distanz unter beweis stellt. Auch Hofbauer und Mujic stehen ihm in dieser Phase von jenseits der Dreierlinie um Nichts nach. Die Falken beenden ihren Lauf mit einem Buzzer-Beater von Brandner und gehen mit einer 21 : 18 Führung in die erste Pause.

Im zweiten Viertel scheinen die Hausherren dann endgültig in der Partie angekommen zu sein.  Eine exzellente Defensiv-Leistung beschert den Falken einen immer größer werdenden Vorsprung. Coach Bremböck fängt deswegen früh an, die Young-Guns auf der Amstettner Bank ins Spiel zu bringen. Mo „Buckets“ Thoma, Aleksander Kertakov und „Benediesel“ Benko bekommen ihre verdienten Minuten und lassen ihr Talent aufblitzen. Nur zehn Punkte der Steyrer lässt man in diesem Abschnitt zu. Mit einem Stand von 51 : 28 gehen die Amstettner in die Kabine.

„Lasst uns da draußen noch einmal 20 Minuten Spaß am Spiel haben“, so Bremböck in der diesmal sehr kurzen Halbzeit-Besprechung. Und die Falcs waren noch lange nicht fertig. Während der Saison hatte die junge Amstettner Truppe oft noch Probleme, mit der nötigen Energie aus der Kabine zu kommen. Oft wurden komfortable Vorsprünge hergeschenkt. Angetrieben vom heimischen Publikum startete man aber auch in die zweite Halbzeit wie aus der Pistole geschossen und blickte nicht mehr zurück. Mit einer 26-Punkt-Führung erzwingen die Falken schon früh die Vorentscheidung.

Im letzten Abschnitt legen die Youngsters der Amstettner noch einmal ansehnlichen Team-Basketball aufs Feld und bauen den Vorsprung sogar noch weiter aus. Mit einem klaren 90 : 52 Erfolg beenden die Falcs ihre Saison.

 

Die Sportunion citycenter Amstetten Falcons möchten sich an dieser Stelle recht herzlich bei ihrem Hauptsponsor,

dem Citycenter Amstetten, vertreten durch Leiter Ing. Hannes Grubner,

für die großzügige Unterstützung in den letzten Jahren  und für die Übernahme der Matchpatronanz bedanken.

 

STATISTIK

Werfer Amstetten:  Brandner 22, Rülling 22, Alkin 17

 

STIMME ZUM SPIEL:

„Eine hervorragende Teamleistung. An dieser Stelle können ihr uns nur bei all den treuen Fans bedanken, die uns über die ganze Saison hinweg unterstützt haben“ , so das Resümee von Coach Bremböck.

„Er war über Jahre hinweg eine der tragenden Stützen. Nicht nur basketballerisch, sondern auch als absoluter Teamspieler wird er uns sehr fehlen  , so  Kapitän Rülling über den Abgang von Aufbauspieler Samuel Alkin.

„Wenn der Motor mal läuft, stoppt keiner den Benediesel“, so Benedek Benko über die tolle Leistung der Youngsters.

 

Falken gelingt Revanche

LANDESLIGA,  oberes Play-Off /  Do-or-Die hieß es auch am Freitag wieder für die Falken. Im letzten Auswärts-Duell gegen den Vize-Meister des Vorjahres setzte es für die Amstettner noch eine herbe 28-Punkt-Klatsche. Diesmal wollte man sich revanchieren.

Swans Gmunden B  –  Sportunion citycenter Amstetten Falcons  – 69 : 78 (11:18, 29:34, 44:57)

Keine Ausrutscher konnten sich die Falken am Freitagabend leisten. Nach der Verletzung von Niko Mosböck und dessen Saisonende mussten die Gäste noch einen weiteren Ausfall beklagen. Patrick „der Laub-Rächer vom Krautberg“ Hofbauer musste mit Fieber das Bett hüten. Umso erfreulicher war die Rückkehr des Londoner Royals Jürgen „der mit der Queen tanzt“ Brandner, der zum ersten Mal in der laufenden Saison wieder im Falcons-Dress auflief. Dennoch war den Mannen um Coach Bremböck bewusst, dass eine schwere Hausübung bevorstand.

 

So starteten die Brem-Böcke ins erste Viertel. In den ersten sieben Minuten ist es eine bärenstarke Vorstellung in der Defensive, die den Falken eine Führung beschert. Nur drei Punkte lässt man in diesem Zeitraum zu. Defensiv-Anker und Palettenzerstörer Brandner lässt in der Zone nichts anbrennen und blockt wiederholt die Würfe der langsam aber sicher frustrierten Gmundner Guards. Auch am anderen Ende setzt er sich im Low-Post durch und punktet oder zieht ein Foul und kommt an die Freiwurflinie, an der er mit ungesehener Effizienz abschließt. Gmundens Big Man Hieslmayer gerät beim Versuch, ihn in Schach zu halten, früh in Foul-Probleme und muss die Gmundner Bank hüten. Mitte des Abschnitt folgt ein weiterer Wermutstropfen: Veteran-Guard Jasmin Marevac knickt nach einem Foul beim Zug zum Korb um und geht mit einer Prellung am zuvor schon lädierten Knöchel zu Boden. Er konnte nicht mehr ins Spiel zurückkehren. Dennoch schaffen es die Gäste, das Viertel mit sieben Punkten Vorsprung abzuschließen.

Im zweiten Abschnitt kommen die Gmundner immer besser ins Spiel. Ungenaue Pässe der Falcs resultieren in unnötigen Ballverlusten – leichte Beute für die flinken Gmunder Flügelspieler. Nach einer Time-Out von Coach Bremböck schien man aber wieder zum Kampf bereit. Prandstätter attackiert die Zone mit guten Cuts, Alkin versenkt seine Dreier in gewohnter Manier und auch Rülling kommt durch jetzt besser funktionierende Exekution zu guten Würfen. Für kurze Verschnaufpausen konnte Armin „der Chivas-Cheeseburger“ Mujic sorgen. Zwar wirkte er gegen die schnellen Gmundner Aufbauspieler phasenweise etwas überfordert, am anderen Ende des Feldes glänzte er jedoch mit einer guten Wurf-Quote und sorgte für wichtiges Scoring.  Das sehr intensiv geführte Viertel geht dann aber doch mit zwei Punkten Differenz knapp an die Oberösterreicher. Halbzeitstand 29:34 zugunsten der Falcs.

Der dritte Abschnitt sollte den über große Strecken den ersten widerspiegeln. Die Falken spielen weiterhin starke Verteidigung und lassen auch kaum zweite Chancen zu. Lediglich Gmundens Kasparet und Buchegger kommen im Pick & Roll konstant zum Abschluss und fordern die Amstettner. Die Falken halten dagegen, kontrollieren das Tempo und exekutieren ihre Spielzüge. Auf beiden Seiten wird ansehnlicher Team-Basketball gespielt, wobei die Falcs dann doch dass heißere Händchen zeigen. Ganz abschütteln lassen sich die Gmundner aber nie und man geht mit einem Stand von 44 : 57 in die letzte Pause. Das diese Partie aber noch lange nicht gelaufen ist, war auch René Bremböck klar. Er versuchte noch einmal die richtigen Worte zu finden, um die Falcs für die entscheidende Phase des Spiels vorzubereiten: „Ich weiß wir können heute nicht viel wechseln. Ich weiß wir sind müde. Aber wir müssen jetzt noch einmal alles aufs Feld legen!“

Wie erwartet wurde es dann noch einmal spannend. Hieslmayer kehrt mit vier Fouls auf das Feld zurück und die Swans erwischen den besseren Start. Zur Hälfte des Viertels kämpften sich die Gastgeber bis auf 4 Punkte heran. Sichtlich geschafft versuchen die Amstettner jetzt nicht einzubrechen und besinnen sich wieder auf die Ballbewegung in der Offensive. In den letzten Minuten des Abschnitts können Rülling & Co noch genug ihrer Würfe verwerten, um die Gmundner auf Distanz  zu halten. Die Gmundner sind gegen Ende gezwungen, die Uhr mit taktischen Fouls zu stoppen und schicken die Gäste an die Linie. Auch hier ist die Effizienz zwar nicht überragend, aber ausreichend, um den Sieg noch heimzuspielen. Die Falken siegen in Gmunden mit 69 : 78 und erwarten am kommenden Freitag die Steyr Iron Scorps in der Johann-Pölz-Halle.

Seit dabei und unterstützt die Falcs bei ihrem letzten Saisonspiel!

 

STATISTIK

Werfer Amstetten: Rülling 19, Alkin 15, Prandstätter 13, Brandner 12, Benkovics 9, Mujic 8, Marevac 2

STIMME ZUM SPIEL:

„Es macht einfach Spaß mit ihm auf dem Feld zu stehen. Er ist nicht nur unser bester Spieler, sondern bleibt am Feld auch immer positiv und gibt einem Selbstvertrauen“, Rülling über Comeback-Kid Jürgen Brandner.

„Das war heute wirklich ein starke Leistung von uns. Jetzt noch eine gute Traningswoche und den Schwung ins letzte Spiel gegen Steyr mitnehmen, dann haben wir gute Karten“, so ein zufriedener Coach Bremböck.

 

Falken unterliegen Vikings, verlieren Mosböck

LANDESLIGA, Oberes Play-Off /  Im vierten und  letzten Aufeinandertreffen mit den Vikings aus Vorchdorf verlieren die Sportunion citycenter Amstetten Falcons  am Sonntagabend  schlussendlich knapp. Was zur Halbzeit noch nach einem Start-Ziel-Sieg aussah, endete nach einem Verletzungs-Schock im dritten Viertel doch noch in einer bitteren Niederlage im Kampf um einen Halbfinal-Platz.

Sportunion citycenter Amstetten Falcons – VKL Vikings Basketball – 52:62 (17:11,32:18, 39:38)

Am Sonntagabend musste man vor heimischen Fans noch einmal gegen die jungen Wilden aus Vorchdorf ran. Auf Kapitän Rülling musste man diesmal krankheitsbedingt verzichten – ansonsten hatte Coach Bremböck den vollen Kader zur Verfügung. Doch auch auf Vorchdorfer Seite machten sich die Ausfälle zweier Schlüsselspieler bemerkbar, somit deutete alles auf eine gute Chance auf einen wichtigen Heimsieg hin. Doch es sollte anders kommen als erhofft.

Einen starken Auftritt legen die Amstettner dabei vor allem in den ersten Minuten der Partie hin. Die Defensive steht gut und die Zone wird eng gemacht. Auf der anderen Seite bewegt man den Ball und findet nach Penetration zum Korb den freien Mann. Krautberg-Heckenschütze Patrick Hofbauer und Point Guard Samuel Alkin finden früh ihren Rhythmus und glänzen von jenseits der Dreipunkt-Linie. Gleich neun seiner 15 Punkte erzielt der Spielmacher Alkin im ersten Abschnitt. Die jungen Vorchdorfer finden nur wenig Antworten und gehen mit einem Rückstand von sechs Punkten in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt legen die Hausherren dann sogar noch einen Gang zu. Die Rebounds werden über weite Strecken kontrolliert und auch die Spielsysteme klappen einwandfrei. Die Falken legen ansehnlichen Team-Basketball aufs Feld und bauen ihre Führung stetig aus. Als dann noch Armin „der Cevapi-Bomber“ Mujic von der Bank kommt und kurz vor der Halbzeit-Pause zwei Dreier versenkt, scheinen die Falcons nicht mehr zu stoppen zu sein . Beim Halbzeitstand von 34 : 18 zugunsten der Falcons scheint eine kleine Vorentscheidung bereits gefallen zu sein.

In der Kabine warnt Coach Bremböck wie so oft, jetzt den Fuß nicht vom Gaspedal zu nehmen: „Die Vorchdorfer werden jetzt noch einmal alles aufs Feld legen. Wir müssen dagegenhalten und ihnen weiter unser Spiel aufzwingen!“ Und so entschlossen gehen die Falken aus der Kabine und versuchen sofort wieder den Anschluss zu finden. Wie erwartet legen aber auch die Wikinger einen gang zu und es ergibt sich ein verbissener Schlagabtausch. Nach drei gespielten Minuten im dritten Abschnitt passiert dann die Horror-Szene auf Amstettner Seite: Schlüsselspieler und Shooter Niko Mosböck landet nach einem Zug zum Korb unglücklich und geht mit einer schweren Knieverletzung zu Boden. Die spätere Diagnose eines Kreuzband-Risses an seinem bereits zuvor lädierten Knie bedeutet für ihn zumindest eine langwierige Verletzungspause und einen sehr großen Rückschlag für die Bremböck-Truppe.  Totenstille herrscht in der Halle, als Mosböck mit schmerzverzehrtem Gesicht vom Feld begleitet wird. Bremböck versucht zwar seine Mannen mental den Rücken zu stärken, die Falcs scheinen aber zunächst  komplett verunsichert und Offensive wie Defensive geraten ins stocken.  Die Vikings zeigen auf der anderen Seite Siegeswillen und kämpfen sich bis Viertelende noch einmal heran. Die Gäste entscheiden das Viertel mit 20 : 7 für sich und das Spiel ist zur letzten Pause wieder komplett offen.

Auch im letzten Abschnitt erholen sich die Amstettner nur langsam und es sind die Vorchdorfer, die dem Spiel jetzt ihren Stempel aufdrücken. Die Offensive läuft auf Amstettner Seite langsam wieder runder, jedoch hadert man jetzt mit einer sinkenden Quote aus der Distanz. Die Vikings stellen die  Zone zu und schicken die Amstettner wiederholt an die Freiwurflinie, wo die Amstettner schlussendlich die Partie aus der Hand geben. Nur sieben der insgesamt 22 Versuche finden ihr Ziel und die Frustration wächst. Auf der anderen Seite nützen die Gäste diese Schwächephase aus und gehen immer weiter in Führung. Prandstätter muss schließlich mit seinem fünften Foul vom Feld und auch Benkovics kämpft mit Foulproblemen. Die kleine Rotation macht sich vermerht bemerkbar und die Falcs haben bis zu Ende des Spiels nicht mehr allzu viel entgegenzusetzen.  Die beiden Mannschaften trennen sich somit mit einem Score von 52 : 62 aus Amstettner Sicht.

 

Die Sportunion citycenter Amstetten Falcons bedanken sich an dieser Stelle recht herzlich bei ihrem langjährigen Partner, der umdaschgroup  – für die Übernahme der Matchpatronanz!

 

STATISTIK

Werfer Amstetten: Alkin 15, Hofbauer 9, Marevac & Prandstätter jew. 7, Mujic & Benkovics jew. 6, Mosböck 2   

STIMMEN ZUM SPIEL:

„Nicht nur ein sehr talentierter Basketballer, sondern auch ein erstklassiger Team-Spieler und sehr guter Freund. Wir stehen ihm in dieser schwierigen Phase sicher bei und hoffen dass er schnell wieder fit wird.“ so Rülling, der das Spiel von der Bank aus verfolgen musste.  

„Auf jeden Fall ein schwerer Rückschlag für uns und sicher nicht nur sportlich. Wir müssen aber jetzt noch enger zusammenrücken und  unseren vollen Fokus auf die letzten beiden Spiele legen. Wir kämpfen immer noch um unseren Saisonziel – das ist der Einzug ins Halbfinale.“, versucht Coach Bremböck positiv zu bleiben.  

Hofbauer läuft heiß, führt Falken zum Sieg

LANDESLIGA, Oberes Play-Off /  Schon fast ein Do-Or-Die-Game im Rennen um die letzten Halbfinalplätze stand am Samstag für die Amstettner  auf dem Programm. Gegen den Tabellenzweiten hatte man beim letzten Zusammentreffen in dieser Halle noch eine mehr als deutliche Niederlage kassiert.  Wiederum bedurfte es einer Top-Leistung,  um den so wichtigen Sieg einzufahren. 

FCN Olivi Baskets Wels  –  Sportunion citycenter Amstetten Falcons  – 71 : 75 (14:30, 36:45, 56:59)

Alles noch möglich im Rennen um das Halbfinal-Ticket für die Bremböck-Mannen. Dabei legten die Falcons in Wels zur Abwechslung mal einen guten Start hin. Und was für ein Start das war. Die Amstettner bringen von Anpfiff an eine ungesehene Intensität in der Defensive und haben die Welser gut im Griff. Vorne überzeugen sie mit guter Ballbewegung, schnellen Pässen und hoher Effizienz von jenseits der Dreipunkt-Linie – allen voran die Krautberg-Legende Patrick Hofbauer, die über das Spiel gesehen sechs seiner neun Versuche verwertet. Nur 14 Punkte lässt man im ersten Abschnitt zu, auf der anderen Seite erzielt man 30.

Im zweiten Viertel erwachte dann aber auch die Neustädter Offensive zum Leben. Wiederholt attackieren die Hausherren die Zone der Gäste um stark abzuschließen oder den freien Mann zu finden. Die Falken fangen sich aber nach einer kurzen Schwächephase und scoren munter weiter. Die Welser zeigen aber weiterhin, dass das Spiel für sie noch lange nicht gelaufen ist und kämpfen um jeden Ball. Durch eine immer besser werdende Feldwurfquote verkürzen die Heimischen bis zur Halbzeit auf neun Punkte Rückstand.

In der Kabine war die Message von Coach Bremböck an seine Schüler klar:“Diese Energie müssen wir jetzt nochmal 20 Minuten bringen. Wir dürfen keine Minute nachlassen“. So versucht man auch wieder aggressiv in die zweite Halbzeit zu starten. Beide Mannschaften schenken sich in diesem Abschnitt nichts und es wird ansehnlicher Offensiv-Basketball gespielt. Jedesmal, wenn die Welser auf den Ausgleich drängen, haben Hofbauer und Alkin eine Antwort parat. Nach einem intensiv und körperlich geführten dritten Viertel halten die Gäste aus Amstetten noch eine hauchdünne Drei-Punkt-Führung.

Richtig spannend wurde es im letzten Viertel. Die Intensität scheint immer weiter zu steigen und die Schiedsrichter lassen physisch spielen. Erhitzte Gemüter treffen aufeinander und das ein- oder andere unsportliche oder harte Foul sind die Folge. Das Spiel wird zu einem offenem Schlagabtausch, wobei die Falken es schaffen ihre knappe Führung zu halten. Drei Minuten vor Schluss wirft Marevac die Falken mit einem Dreier zu einer 70 : 64 Führung. Kapitän Rülling und Big Man Benkovics müssen aber mit ihren jeweils fünften Fouls vom Feld. Die jetzt deutlich körperlich-unterlegenen Amstettner halten aber beherzt dagegen. Beim Stand von 69 : 71 in der letzten Minute verwertet dann Samuel Alkin den wohl wichtigsten Wurf der Partie für eine Vier-Punkt-Führung. Die Welser müssen in der Folge taktisch foulen um die Uhr anzuhalten. Die Gäste treffen gerade noch genug ihrer Freiwürfe um den Erfolg zu sichern. In der Tabelle ist man damit nur einen Sieg hinter den Steyrern auf Platz fünf.

 

STATISTIK

Werfer Amstetten:  Hofbauer 20, Alkin 15, Marevac 11, Rülling 9, Prandstätter 8, Benkovics & Mosböck jew. 6

 

STIMMEN ZUM SPIEL:

„Wir waren heute von Beginn an bereit und haben 40 Minuten gekämpft. So müssen wir jedes Spiel angehen“, Coach Bremböck über den Blitzstart der Falken.

„Wenn er auf dem Feld ist macht er kaum Fehler und er läuft schnell mal heiß vom Dreier. Heute hat er uns den nötigen Boost gegeben“,  Kapitän Rülling über die Glanzleistung von Sheriff Hofbauer.

„Haven’t they heard? Don’t they know? Mi derfns da draussen ned frei lassen“, so ein verblüffter Sheriff Hofbauer.

In Linz klar unterlegen…

LANDESLIGA,oberes Play-Off Am Samstagabend setzt es für die Sportunion citycenter Amstetten Falcons gegen die Titelfavouriten in Linz eine deutliche Niederlage. Dabei waren die Linzer ohne einige ihrer Leistungsträger angetreten und die Amstettner witterten zu Beginn noch eine Chance auf einen Überraschungssieg./  

BBC Auhof Devils LINZ AG I – Sportunion citycenter Amstetten Falcons – 78:56 (25:14, 53:30, 61:38)

Nach der knappen Auswärtsniederlage gegen die Steyrer waren die Amstettner zuletzt immer mehr in Zugzwang geraten. Deshalb wollte man in Linz noch einmal zeigen, dass man den Traum vom Halbfinale noch nicht abgeschrieben hat. Doch wie so oft spielte es für die Amstettner zum Start der Partie ein anderes Lied. Wieder ist es ein miserabler Start, der den Amstettnern früh zum Verhängnis wird. In der Defensive agiert man zu unkonzentriert und verschläft einige Rotationen. Völlig überrascht werden die Amstettner vor allem von Ex-Falken Mike Hauer, der gleich drei Dreipunkter in der Anfangsphase erzielt. Nach einem Stand von 0 : 9 aus Sicht der Gäste und einer Auszeit von Coach Bremböck finden die Falken dann etwas besser ins Spiel und spielen den Rest des Viertels zumindest fast auf Augenhöhe. Stand nach zehn Minuten: 25 : 14 für die Auhof Devils.

Im zweiten Viertel brach die Defensive der Falcs dann wieder ein. Die körperlich Starken Linzer attackieren die Amstettner Zone wiederholt mit Dribbling oder Cuts und spielen die Gäste schwindlig. Die Falken wirken sichtlich überfordert und auch vorne setzt man zu sehr auf Distanzwürfe, die einfach nicht fallen wollen. Eine schlechte Energie- und Konzentrationsleistung führen zu einem 30 : 53 Loch aus Sicht der Bremböck-Mannen.

Eine beherzte Halbzeit-Ansprache von Coach Bremböck führte dann doch noch zu einem Sinneswandel. Die Falken zeigen endlich den nötigen Willen und legen in der Defensive zwei Gänge zu. Nur acht Punkte lassen die Amstettner im dritten Abschnitt zu. Am anderen Ende des Feldes läuft aber weiterhin Funkstille. Man versucht zwar schnell zu spielen und kommt zu vielen guten Würfen, eine Trefferquote von 32 Prozent verhindert aber eine nennenswerte Aufholjagd. Mit einem Stand von 61 : 38 zugunsten der Hausherren geht es in die letzte Pause.

In den letzten zehn Minuten fuhren die Falcons mit der gleichen Intensität fort: Druck auf den Gegner ab der Mittellinie bescherte den Falken einfache Punkte in Schnellangriffen, doch näher als 14 Punkte Rückstand kam man an die Tabellenführer nicht heran. Nach einigen Minuten zeigte sich klar die Erschöpfung, die diese Aufholjagd erforderte, und es wollten im Angriff die Würfe nicht mehr fallen. Die routinierten Hausherren nutzten dies, um die verbleibende Zeit herunterzuspielen.

 

STATISTIK

Werfer Amstetten:   Mosböck 11, Alkin 10, Hofbauer & Marevac jew. 8, Rülling & Prandstätter jew. 7, Benkovics 3, Mujic 2  

STIMMEN ZUM SPIEL:

„Die Energieleistung der zweiten Halbzeit müssen wir von Beginn an bringen. Diese schlechten Starts können wir uns nicht leisten.“ , so das Fazit von Headcoach Bremböck. 

„Schwierig, aber noch möglich. Wir müssen jetzt jedes Spiel eine Top-Leistung abrufen“ , so Comeback-Kid Marevac über das Rennen um den letzten Halbfinalplatz.  

Rückschlag im Playoffrennen

LANDESLIGA, oberes Play-Off/ Im Duell gegen die Iron Scorps Steyr, einen direkten Kontrahenten um einen Halbfinalplatz, müssen sich die Falcons, wie auch schon einmal im Grunddurchgang, geschlagen geben.

Sportunion Citycenter Amstetten Falcons – BBC McDonald’s Iron Scorps Steyr – 72:76 (20:15, 40: 35, 52:60)

Die Ausgangssituation  ist ein Garant für Spannung: Die Falcons rangieren vor dieser Begegnung auf dem vierten Platz in der Tabelle, die Steyrer mit einem Punkt und einem Spiel weniger auf dem fünften. Zurück in den Reihen der Falcons ist Jasmin Marevac, doch David Benkovics, dessen Reboundarbeit und Punkteausbeute kompensiert werden müssen, fehlt. Offensiv beginnt das Spiel für die Falcons wie nach Plan: Es wird mit dem verhältnismäßig kleinen Kader schnell gespielt, um einfache Punkte im Fastbreak erzielen zu können. Weiters exekutieren die Mannen von Coach René Bremböck ihre Spielsysteme gut, was offensiv Ordnung in das Spiel bringt. Durch den Fokus auf die Verteidigung in der Zone erzielen die Scorps zu Beginn der Partie zwei Dreipunktwürfe in Folge. Mitte des ersten Viertels läuft Aufbauspieler Samuel Alkin mit zwei Dreiern in Folge heiß, und es sollten nicht die letzten beiden bleiben. Durch Aggressivität der Flügelspieler und gutes Passspiel erspielen sich die Falcons auch immer wieder freie Würfe nahe am Korb, die man zu verwandeln weiß.

Im zweiten Spielabschnitt macht sich erstmals die fehlende Größe bei den Falcons sichtbar, gleich zwei Korbleger nach Offensivrebounds kassiert man in der ersten Minute. Im Angriff übernimmt in diesen Minuten Kapitän Georg Rülling das Zepter und schließt nach Penetration in die Zone entweder selbst ab oder findet den freien Mitspieler an der Dreipunktelinie. Gleich vier Würfe jenseits dieser Linie verwandeln die Falcons und gehen daher mit 40 zu 35 in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel fahren die Falcons kurzzeitig dort fort, wo sie aufgehört hatten: Jeder Spieler auf dem Feld strahlt eine Gefahr aus, zwei Mal wissen sich die Scorps nur mit einem Foul zu helfen. Nachdem Dreipunktass Patrick Hofbauer seinen zweiten Freiwurf vergibt, ergattert er gleich darauf seinen eigenen Rebound und erhöht mit einem Korbleger auf 45 zu 37. Doch auf diesen guten Start der Falcons in die zweite Halbzeit folgt ein Run der Steyrer. Aufbauspieler Kovacevic wird an der Dreierlinie alleine stehengelassen und trifft zwei freie Würfe, danach zwei schwierige  einen Schritt hinter der Linie. Das Resultat: Die Hausherren erzielen stolze 13 Punkte in nur drei Minuten und liegen erstmals in der Partie in Führung. Nach der Antwort von Samuel Alkin in Form von drei Punkten nutzt der Steyrer Center Brkic die Konzentration der Falken auf seinen Teamkollegen und scort selbst sieben Punkte zum Abschluss des dritten Viertels.

Trotz des Rückstands von acht Punkten ist man sich bewusst, dass noch nichts verloren ist. Dementsprechend motiviert netzt Hofbauer prompt einen Dreier, Alkin zwei. Aber die Steyrer finden immer wieder eine Antwort. Zwei Minuten vor Ende der Partie verdient sich Georg Rülling mittels Freiwürfen zwei Punkte und später verwandelt Mosböck einen Dreier aus der Ecke. Doch in der Verteidigung schlafen die Falcons und schicken einen Steyrer an die Line, der beide Würfe vergibt. Georg Rülling ergattert nach dem zweiten Fehlwurf den Ball und wird im Schnellangriff mit einem Foul gestoppt. Doch der Kapitän könnte kaltschnäuziger nicht sein und verkürzt an der Freiwurflinie auf zwei Punkte Rückstand. Nach einer guten Verteidigung und der Auszeit von Coach Bremböck können die Falcons das Spiel für sich entscheiden. Doch der letzte Wurf findet sein Ziel nicht und den Amstettnern bleibt nach einem Foul nicht mehr genug Zeit für einen weiteren Angriff.

 

STATISTIK

Werfer Amstetten: Alkin 25 (7 Dreier), Rülling 17, Hofbauer 11, Mosböck 9, Prandstätter 6, Marevac 4

STIMME ZUM SPIEL

„Wir hätten heute die Chance gehabt, einen wichtigen Sieg einzufahren, aber wir haben das Spiel selbst aus der Hand gegeben“, zieht nach dem Spiel die Mannschaft ein gemeinsames Fazit.

Vorschau: Play Off-Kracher gegen Gmunden Swans am Sonntag

LANDESLIGA, oberes Play Off / Am kommenden Sonntag (25.02.) empfangen die amtierenden OÖ Landesmeister um Coach René  Bremböck die Vize-Champs aus Gmunden. Im Rematch des Finalspiels des Vorjahres erwartet die Amstettner Fans also ein absoluter Liga-Kracher. 

Sportunion citycenter Amstetten Falcons – Swans Gmunden B @ Johann Pölz Halle, 25.02.2018 – 17:00

Viele enge Spiele und hitzige Duelle gab es zwischen den Falcons und den Swans in den letzten Jahren. Nach dem denkbar knappen Sieg im Finalspiel der Vorsaison verlor man zuletzt vor heimischer Kulisse. Auch hier fiel die Entscheidung erst in letzter Minute. Zwar kamen die Falcs dann im letzten Auswärtsspiel in Gmunden etwas unter die Räder, für Spannung sollte an diesem Sonntag aber mehr als gesorgt sein.

Auch auf Grund der aktuellen Tabellen-Situation ist diese Partie für die Bremböck-Truppe extrem wichtig. Mit einem Sieg können die Falken nicht nur ihren Halbfinal-Platz gegen Verfolger Steyr halten, sondern auch mit den derzeit drittplatzierten Gmundern gleichziehen.

Die Sportunion citycenter Amstetten Falcons freuen sich auf deine Unterstützung bei diesem wichtigen Heimspiel! 


„Das wird sicher wieder eine enge Kiste. Gegen Gmunden darfst du keine Sekunde schlafen“
, so Aufbauspieler Samuel Alkin zum bevorstehenden Härtetest.

„Wir sind diesmal sicher besser vorbereitet als im ersten Spiel. Es wird nicht leicht aber ich bin optimistisch, dass wir unsere starken Leistungen anschließen können“ , so  Coach Bremböck.

„Do müss ma ready sein. De Gmundnern san a ned auf der Nudlsuppn dahergschwommen. De werdn uns sicher wieder fordern!“ , warnt Urgestein Hofbauer.

 

Pflichtsieg in Vorchdorf

LANDESLIGA, Oberes Play-Off /  Der Aufwärtstrend hält an. Nach einer bärenstarken Leistung im Heimsieg gegen die FCN Baskets holen die Falken rund um Coach Bremböck auch in Vorchdorf  einen Pflichtsieg im Kampf um die letzten Vier. Wieder ist es eine Steigerung in der zweiten Hälfte, die den Amstettnern am Sonntagnachmittag einen Sieg einbringt. Nach dem Erfolg liegt man punktgleich mit den Steyrer Scorpions, die noch am selben Tag gegen die Auhof Devils aus Linz eine Niederlage kassierten. 

 VKL Vikings Vorchdorf – Sportunion citycenter Amstetten Falcons – 63 : 73 (19:19, 35:38, 43:59)

Jung, bissig und diszipliniert – so lassen sich dich Wikinger aus Vorchdorf beschreiben. Im Grunddurchgang dieser Saison konnten sich die Falken zwar zuhause im ersten Aufeinandertreffen mit einem Gamewinner von Patrick Hofbauer knapp durchsetzen, kassierten aber im zweiten Spiel in Vorchdorf eine herbe 46 : 68 Niederlage. Vor allem die physische, druckvolle Verteidigung der Wikinger hatte den Amstettnern damals große Probleme bereitet. „In Vorchdorf bekommst du keinen Sieg geschenkt. Die kämpfen bis zum Schluss“, erinnerte sich Youngster Prandstätter an die letzten Spiele gegen die Oberösterreicher.

Zu Beginn des ersten Viertels läuft die Offensive der Gäste wie geschmiert. Kapitän Rülling kann den Schwung aus der letzten Partie mitnehmen und stellt die Hausherren vor Probleme, während auch Sniper Mosböck und Big Man Benkovics ihren Teil beitragen. Mit einem 10 : 4 Lauf in den ersten vier Minuten scheinen die Falcs in der Partie angekommen zu sein. Unbeeindruckt zeigen sich aber die Vorchdorfer und attackieren mehrmals die Amstettner Zone. Als dann die Hilfe kommt finden die sie gut den freien Mann und die Falcs verpassen die Rotation auf die Distanz-Schützen der Vikings. Drei Dreipunkter erzielen die Vorchdorfer in der Folge und erzwingen bis zum Viertelende den Ausgleich.

Der zweite Abschnitte ähnelt über weite Strecken dem ersten. Beide Teams tauschen Mini-Runs und schenken sich nichts. Die Falken scoren weiterhin effizient, agieren in der Defensive aber zu unkonzentriert um die Vorchdorfer Angriffe konstant zu stoppen. Nach einigen Führungswechseln schaffen es Rülling & Co aber doch noch irgendwie zumindest einen Drei-Punkt-Vorsprung in die Kabine mitzunehmen. Stand zur Pause – 35 : 38.

In der Halbzeit-Ansprache mahnt Coach Bremböck zur Vorsicht: „Wir treffen gerade über 50 Prozent unserer Würfe – sind aber nur drei Punkte in front. Es wird vielleicht schwierig diese Quote zu halten, deswegen müssen wir unbedingt in der Verteidigung einen Gang zulegen.“

Gesagt, getan. Den Falcs gelingt es den Schalter umzulegen und die Zone zuzumachen. Die Rotationen funktionieren besser und auch den Rebound-Kampf entscheidet man mithilfe von Benkovics und Prandstätter immer öfter für sich. Bei einem Stand von 41 : 44 zur Mitte des Abschnitts starten die Amstettner einen Lauf, der sich sehen lässt. 15 : 2 entscheiden die Falken die nächsten fünf Minuten für sich – nur acht Vorchdorfer Punkte lässt man im ganzen dritten Abschnitt zu. Während des Runs bekommt dann Kapitän Rülling erstmals eine Pause. Alkin organisiert die darauffolgenden Spielzüge perfekt und Sheriff Hofbauer kommt gleich zwei Mal hintereinander zum freien Dreipunktwurf – beide Male erfolgreich.  Ein 16-Punkt-Polster ist das verdiente Ergebnis zur letzten Pause.

Im letzten Abschnitt machen die Wikinger ihrem Namen alle Ehre. Sie forcieren jetzt verstärkt ihre Pressing-Defense über das ganze Feld. Zwar gelingt den Falken weiterhin der Ballvortrag ohne größere Probleme, die Exekution der Spielzüge leidet aber sichtlich unter der dem erhöhten Druck der Hausherren. In den ersten acht Minuten des letzten Abschnitts gelingt den jungen Wilden ein 18 : 4 Lauf und die Partie wird nochmal richtig spannend. Nach einer Auszeit von Coach Bremböck schaffen es die Falcons, sich wieder auf ihre Spielzüge zu besinnen. In der Folge verwertet Rülling einen Dreipunkter, bevor Mosböck seine Mannschaft mit 4 Punkten endgültig erlöst. Die resultierende 8-Punkt-Führung verwaltet man dann noch bis zum Ertönen der Sirene und feiert einen wichtigen Auswärtssieg im Rennen um den Halbfinaleinzug.

 

STATISTIK

Werfer Amstetten: Rülling 33, Mosböck 14, Hofbauer 10, Benkovics 8, Alkin 6, Prandstätter 2


„Wir zeigen gerade wozu wir im Stande sind, wenn wir zu fünft konzentriert verteidigen und vorne mit Selbstvertrauen spielen“
 , zeigte sich Kapitän Rülling erfreut mit der Energieleistung seiner Teamkollegen.

„Defensiv entwickeln wir uns in die richtige Richtung. Wenn wir hinten gut stehen, geben wir uns auch gegen die Topteams eine Chance“ , so  das Fazit von Coach Bremböck.

„Noch schöner wärs‘ wenn des ein Meisterschaftspiel gewesen wär“, so Youngster Prandstätter (zur Verwirrung seiner Kollegen)

Thriller im zweiten Play-Off-Spiel

LANDESLIGA, Oberes Play-Off / Im zweiten Spiel des oberen Play-Offs erzwingen die Falcons erst in den letzten Spielminuten eine Entscheidung zu ihren Gunsten. Den zahlreich erschienenen Fans wurde in der Pölz-Halle eine durchwegs hochklassige und bis zum Schluss spannende Partie geboten. Dabei lagen die Hausherren über weite Strecken hinten. 

Sportunion citycenter Amstetten Falcons – FCN Olivi Baskets Wels – 73 : 70 (16:18, 35:42, 50:56)

Einen fast schon notwendigen Sieg errangen die Falcons am Freitagabend gegen den Tabellenzweiten aus Wels. Denn der direkte Konkurrent aus Steyr hatte mit einem überraschenden Sieg gegen die Gmunden Swans an Abstand gewonnen. Um den Anschluss im Kampf um den Halbfinaleinzug nicht zu verlieren musste für die Bremböck-Truppe also ein Sieg her.

Im letzten Aufeinandertreffen mit den FCN Olivi Baskets setzte es noch eine mehr als deutliche Niederlage. Coach Bremböck setzte deswegen den Fokus vor dem Spiel auf die Verteidigung. „Wir müssen hinten miteinander reden und richtig stehen. Wenn wir heute wieder 80-90 Punkte kassieren wird es schwierig“, so die Vorgabe in der Kabine. Eine deutlich bessere Anfangsphase als im letzten Spiel erwischten die Bremböck-Schützlinge im ersten Viertel. Alkin und Rülling etablieren sich in der Offense früh und erzielen 13 der 16 Amstettner Punkte in diesem Abschnitt. Die Verteidigung der Hausherren steht gut und man erzwingt viele Fehlwürfe auf Seiten der Baskets. Nach sieben Minuten führt man noch mit 14 : 8 – eine krasse Verbesserung zum 4 : 21 Debakel der letzten Partie. Durch frühe Foul-Probleme von Big Man Benkovics wechselt aber das Momentum und die Baskets starten einen Mini-Lauf. Die Gäste nutzen die Rebound-Schwäche der Hausherren aus und scoren aus zweiten Chancen. Stand nach zehn Minuten – 16 : 18.

Im zweiten Abschnitt nehmen beide Mannschaften weiterhin an Fahrt auf und die Fans dürfen sich über ansehnlichen Offensiv-Basketball freuen. Die Falken agieren aber im Kampf um den abspringenden Ball viel zu zögerlich und die Welser dominieren die Bretter förmlich. Die daraus gewonnen Extra-Punkte führen zu einer 35 :  42 Führung zu Gunsten der Baskets und die Partie droht zu kippen.

Zum Start der zweiten Hälfte ist den Falken bewusst, dass sie die Rebound-Probleme in den Griff bekommen müssen um die Partie noch zu drehen. Entschlossen startet man aus der Kabine und es gelingt die Schwächen etwas einzudämmen. Jetzt ist es Sandro „the Question“ Prandstätter, der zum Leben erwacht und vor allem im Zug zum Korb mehrfach erfolgreich ist. Nach drei Minuten verkürzt man den Rückstand sogar auf einen Punkt, ehe die Welser wieder in die Partie finden und ihren Lauf starten. Vor allem Big Man Ehrenfellner und Shooter Pribic bereiten den Falcs Kopfschmerzen – die Gäste bleiben knapp in Front. Zur letzten Pause zeigt das Scoreboard einen Stand von 50 : 56.

Wie so oft in dieser Saison war auch heute wieder die Preisfrage: „Haben die Falken noch genug im Tank für ein Comeback?“ Durch die Foulprobleme von Benkovics war Coach Bremböck nämlich gezwungen eine sehr kleine Rotation zu spielen, während die Gäste munter wechseln konnten. In diesem Abschnitt lieferten die Bremböck-Mannen dann aber eine wahre Kampfleistung ab. Nur sensationelle zwei Punkte lässt man in den ersten sieben Minuten des Viertels zu. Durch mehrere tolle Pässe von Hofbauer & Benkovics kommt Rülling mehrmals zu guten Würfen. Gleich 13 Punkte gelingen dem Kapitän in der Schlussphase und die Hausherren halten in der letzten Minute eine 70 : 67 Führung. Kurz vor Schluss sind die Gäste gezwungen die Uhr mit taktischen Fouls zu stoppen. Prandstätter und Benkovics zeigen aber keine Nerven und verwandeln gemeinsam drei von vier Freiwürfen. Ein letzter Wurf der Gäste zum Ausgleich findet nicht sein Ziel und die Falken feiern einen 73 : 70 Zittersieg.

 

STATISTIK

Werfer Amstetten:  Rülling 31, Alkin 15, Hofbauer & Benkovics jew. 8, Prandstätter 7, Mujic & Mosböck jew. 2

STIMMEN ZUM SPIEL:

„Die zweite Halbzeit war eine der besten Hälften, die wir diese Saison gespielt haben. Dass wir da nur 28 Punkte zugelassen haben war der Schlüssel zum Sieg“   –  so ein erfreuter Coach Bremböck.

„Ich hatte mir den Wecker leider erst auf die zweite Halbzeit gestellt“.  – Youngster Prandstätter über seine Steigerung in der zweiten Hälfte.

„Schas herst. Mir duat ois weh.“ – Shooter Hofbauer über die Kampfleistung. 

Auhof Devils revanchieren sich…

LANDESLIGA, Oberes Play-Off /  Nach dem  Überraschungssieg gegen die Auhof Devils zum Ende des Grunddurchgangs müssen sich die Sportunion citycenter Amstetten Falcons im ersten Spiel des oberen Play-Off’s gegen dieselbe Mannschaft – diesmal in einer anderen Besetzung – eher deutlich geschlagen geben. Umso wichtiger wird für die Bremböck-Truppe das Spiel gegen den aktuellen Tabellenzweiten aus Wels am kommenden Freitag um 19.30 in der Johann-Pölz-Halle. 

Sportunion citycenter Amstetten Falcons – BBC Auhof Devils LINZ AG I   –   50 : 72 (10:28, 29:42, 39:55)

Gar nicht geschmeckt haben dürfte den Linzern der Amstettner-Sieg im letzten Spiel des Grunddurchgangs . Erst vor zwei Wochen konnten die Titelverteidiger den Titelfavoriten aus Linz vor heimischer Kulisse ärgern und einen 78 : 67 Erfolg verbuchen. Die Auhof Devils, die diesmal ihre Leistungsträger Pargfrieder und Höller mit im Schlepptau hatten, dafür aber auf Top-Scorer und Spieler-Trainer Geheeb verzichten mussten, waren heiß auf eine Revanche. Eine bärenstarke Leistung der Hausherren würde nötig sein um mit dem Tabellenführer mitzuhalten.

Doch die Anfangsphase der Partie verlief für die Heimischen nicht gerade nach Wunsch. Nervös und unsicher reagiert man auf die physische und aggressive Spielweise der körperlich starken Linzer. Zwar klappt die Exekution einiger Spielzüge nicht schlecht und man kommt zu freien Würfen, doch es schien als hätte jemand ein Brett vor den Korb der Linzer genagelt. „Offensiv wahrscheinlich das schlechteste Viertel der Saison“, fand auch Sheriff Hofbauer keine Erklärung für die unterirdische Erfolgsquote. Auf der anderen Seite punkten die Devils nach Belieben und setzen sich immer weiter ab. Dabei verteidigt man den ersten Wurf meist nicht schlecht, der Kampf um den abspringenden Ball geht aber wiederholt verloren . Die Linzer nützen ihre körperliche Überlegenheit gnadenlos aus. Nach acht gespielten Minuten zeigt sich ein Stand von 4 : 21 auf dem Scoreboard – ein absoluter Horror-Start aus Sicht der Bremböck-Mannen. Die Falken schaufelten sich erneut ein tiefes Loch, sodass die Pölz-Halle fast schon Einsturz-gefährdet sein hätte müssen. Stand zur Viertelpause: 10 : 28.

Der Trend der Aufholjagd im zweiten Abschnitt setzte sich euch heute wieder fort. Wie ausgetauscht kommen die Falcs zurück aufs Spielfeld und kämpfen verbissen um jeden Zentimeter. Defensiv hält man in Korbnähe mithilfe von Hofbauer und Benkovics jetzt besser dagegen und limitiert die zweiten Chancen. Alkin organisiert die Offensive gut und das Duo Rülling & Mosböck findet ihren Rhythmus. Sie erzielen 14 der 19 Amstettner Punkte in diesem Viertel. Bis zum Ertönen der Halbzeit-Sirene kämpft man sich auf ‚machbare‘ 13 Punkte heran. Stand zur Pause: 29: 42 zugunsten der Teufel.

Nach einer beherzten Ansprache von Coach Bremböck glaubt man wieder an eine Chance auf den Sieg. Nach zwei erfolgreichen Dreipunktern von Rülling & Alkin verkürzen die Falcs sogar auf sieben Punkte. Das Momentum scheint endlich auf Seiten der Hausherren zu sein. Die routinierten Linzer lassen sich aber nicht beeindrucken und kontern prompt mit einem 7 : 0 Lauf – die Partie droht wieder aus dem Ruder zu laufen. Die Falken können ihre Offensiv-Leistung nicht halten. In den letzten fünf Minuten des Abschnitts entwickelt sich eine Defensivschlacht, die man mit 10 : 13 verliert. Mit einem 15-Punkte-Rückstand zur letzten Pause steht man mit dem Rücken zur Wand.

Im letzten Viertel war dann wie so oft in dieser Saison die Luft raus. Zu anstrengend war die Aufholjagd gegen die bärenstarken Linzer und mit zunehmender Ermüdung schlichen sich nicht nur Rotations-Fehler in der Defensive, sondern auch eine weiter sinkende Erfolgsquote in der Offensive ein. Die Linzer hingegen forcieren weiterhin ihr Inside-Spiel und verwalten ihre Führung geschickt. Jeder Versuch, die Linzer Zone zu attackieren ist vergebens und man hat offensiv nichts nennenswertes mehr zu bieten. Schlussendlich müssen sich die Falcs mit 50 : 72 geschlagen geben.

Die Sportunion citycenter Amstetten Falcons bedanken sich an dieser Stelle recht herzlich bei ihrem langjährigen Unterstützer, der Volksbank Niederösterreich AG, für die Übernahme der Matchpatronanz!

 

STATISTIK

Werfer Amstetten:  Rülling 19, Mosböck 8, Prandstätter & Alkin & Benkovics jew. 6, Hofbauer 5

 

 

STIMMEN ZUM SPIEL:

„Natürlich muss für uns Vieles gut laufen, damit wir hier einen Sieg holen. Mit einem besseren Start wäre mehr möglich gewesen. Daran müssen wir arbeiten“, so das Fazit von Headcoach Rene Bremböck. 

„Wir müssen alle gemeinsam offensiv mehr Gefahr ausstrahlen. Uns mehr zutrauen. Nicht erst, wenn wir hinten liegen.“ , so Shooter Mosböck.

„Hätte, Hätte, Fahrradkette.“ , so ein ratloser Sheriff Hofbauer.